Hallo Leute Über die Jahre haben sich bei mir einige Wracks von 29,5 cm Märklin Personen Wagen der 1840er Serie angesamelt. Ich kann da einfach nicht "Nein" sagen wenn ich solche bedauernwerten Teile sehe, gerade die 29,5 cm Wagen ziehen mich magisch an. In gutem wie auch schlechtem Zustand. So haben sich inzwischen vier Exemplare angehäuft aus denen ich jetzt endlich etwas machen will.
Einer der vier Wagen mit dem üblichen Krakeleerissen und verblaßtem Lack. So schlecht sahen die alle aus.
Also, alles einmal auseinander und entlacken d. h. ins Nitrobad.
Der Lack war hartnäckig, so half mir ein Freund und strahlte alle Belche nochmals blitzblank.
Die Böden hingegen bleiben so schrottig wie sie sind, die werden komplett neu gebaut. Die dienen nur noch zum übertragen der Steckschlitze.
Die habe ich an einem Blech schon eingefräst und kontrolliere die Passgenauigkeit.
Hier ein Bild von innen.
Da mir ein rechteckiger Boden zu einfach schien, ich hätte einfach ein U-Blech biegen können, beschloss ich mich an den 40 cm Wagen zu orientieren. Hier die Anzeichnung auf dem Blech.
Und hier schon mal die grobe Form ausgeschnitten, den Rest erledige ich mit der Feile.
Es folgt das Auflöten eines 4mm Blechstreifen der Kante entlang. An den Biegungen schlitze ich das Blech einfach nur ein.
Anschließend befestige die Pufferbohlen an den Wagenenden.
Beim Bau meiner Bayern Wagen lies ich mir diese Treppen anfertigen. Als Vorbild nahm ich diejenigen der 40 cm Wagen.
Davon habe ich noch einige die löte ich hier an meinen neuen Unterboden.
Ebenfalls erledigt ist das Anbringen der Drehzapfen und die Löcher für die Aufnahme der Kupplungen.
Einer von fünf Unterböden ist jetzt vollständig fertig.
Über die Lackierung der Wagenkästen habe ich mir schon Gedanken gemacht. Erst hatte ich mich festgelegt, aber zur Zeit schwirrt mir noch eine andere Idee im Kopf herum. Na mal sehen, jetzt baue ich erst die restlichen Unterwagen. Hoffentlich kommt mir nicht noch ein dritter Einfall dazu.
Eine schöne Idee, finde ich gut, dass Du sie mit uns hier im Forum teilst! Haben die Waggons Dich etwa an die Schnellzugwagen Bauart Karwendel erinnert...?
Hallo Daniel Nein, das nicht, aber diese Wagenlänge lassen sich schon sehr gut an viele Lokomotiven hängen ohne das es dem Auge weh tut. Ich möchte keinem 24,5er Besitzer zu nahe treten, aber die sind mir persönlich einfach zu kurz. Auf meiner Heimanlage ist das der ideale Wagentyp. Gruß Frank
Kann jeden verstehen, der die 184X favorisiert, dass sind ja auch in der Tat schöne Waggons. und Du hast einen Stromanschluss, dass hilft auch bei der Entscheidung.
Viel Erfolg beim Bau und eine glückliche Hand mit der Farbe!
wieder ein spannendes Projekt. Bei der Lackierung bin ich gespannt für was Du Dich da entscheidest. Da gäbe es viele interessante mögliche Varianten. Ich will Dir da auch keine Vorschläge machen, sondern vertraue da voll auf Deinen Instinkt.
Ja die 29,5 Wagen sind schon schick, leider habe ich keinen einen. Meine 24,5 cm Wagen sind schon ein bisschen kurz, dafür bekommt ich genügend Wagen an eine Lok für einen ordentlichen Zug und der Zug passt noch an den Bahnsteig.
Ganz meinem Nickname verpflichtet muss ich natürlich auch nach der VW-T1-Pritsche im Hintergrund fragen.
Stephan
Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir können Sie gestalten (Klemens Haselsteiner)
Hallo Stephan Der Bulli ist ein alter Gorci aus England. Der wurde beim sandstrahlen der Bleche genau wie der Penny Toy LKW gerade mitgemacht. Ich hatte zuerst auch den 24,5 Zug, sogar komplett, dann den ersten 29,5er und schließlich ebenfalls einen Zug. Den 24,5er hatte ich dann wieder verkauft. Gruß Frank
ein großes Lob für die doch recht saubere Lötnaht ringsum an den neuen Wagenböden. Aber wäre es nicht einfacher die Teile an einer Kantbank aus einem Stück vorzurichten ? Es geht auch ohne Segmentkantbank, ein Flachstahl eingelegt ist meine Hilfe.
Ich freue mich auf den Verlauf Deiner weiteren Arbeiten an diesen Wagen. Irgend etwas setze ich hier & da auch gern um 👍😀 Gruß … Thomas
Hallo Thomas Es geht bestimmt vieles einfacher mit entsprechenden Werkzeugen. Das ist so meine Art zu bauen, alles ensteht nicht gerade am Küchentisch, aber auch nicht mehr als an einem alten Schreibtisch. Mein Werkzeug hält sich in bescheidenen Grenzen, aber für meine Arbeiten reicht mir das völlig aus. In 10 Monaten gehe ich in Rente dann schrumpft mein Platz bzw. meine Werkstatt gewaltig zusammen. Ich bin mittlerweile schon dabei reinen Tisch zu machen. Gruß Frank
ja, eine gut ausgestattete Werkstatt für Klempner- Spengler-Arbeiten habe ich auch nicht - leider. Bis zur Rente habe ich noch ein paar Jahre nach, und ich hoffe daß ich solange und auch später noch die Werkstatt meines Arbeitgeber nutzen darf. Deine Arbeitsweise ist sehr beachtenswert für die vorhandenen Möglichkeiten. Bei mir geht es dafür in anderen Bereichen umständlicher zu.
Zitat von gote im Beitrag #8................., alles ensteht nicht gerade am Küchentisch, aber auch nicht mehr als an einem alten Schreibtisch. ............ Frank
Hallo!
Bei mir bildet den zentralen Ort meiner Werkstatt tatsächlich ein alter, hölzener Küchentisch, der inmitten meiner Rundrum-Eisenbahnanlage steht. An diesem wird nahezu alles gefertigt, nur die schweren Maschinen wie die Drehmaschine, die 320er Tafelschere, die Kantbank etc. stehen im Keller, dort teilweise auch weggeräumt bis zur nächsten Nutzung.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Zitat von gote im Beitrag #8................., alles ensteht nicht gerade am Küchentisch, aber auch nicht mehr als an einem alten Schreibtisch. ............ Frank
Hallo!
Bei mir bildet den zentralen Ort meiner Werkstatt tatsächlich ein alter, hölzener Küchentisch, der inmitten meiner Rundrum-Eisenbahnanlage steht. An diesem wird nahezu alles gefertigt, nur die schweren Maschinen wie die Drehmaschine, die 320er Tafelschere, die Kantbank etc. stehen im Keller, dort teilweise auch weggeräumt bis zur nächsten Nutzung.
Hallo alle miteinander,
auf meinem Wohnzimmertisch sieht's ähnlich aus... - zum temporären Mißfallen meiner bezaubernden Gattin...
Die 29,5er sind traumhaft schöne Waggons. Leider hat sich bis heute kein Exemplar in meine Sammlung verirrt. Entweder waren sie immer zu schlecht oder zu teuer, oder beides....
Was ich persönlich auch sehr schade finde, ist der Umstand, daß es von diesen Waggons keine Rheingold- und keine Post-Wagen gibt, und gerade diese sind meine Favoriten bei den 24,5ern. Und Umlackierungen sind nun mal nicht so mein Ding...
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Hallo Klaus In der Tat, Umlackierungen nur dann wenn sie vertretbar sind. Der Zustand in dem ich meine Wagen gefunden hatte lies diese Entscheidung aber zu. Ein Wagen hatte auch kein Dach mehr, zum Glück habe ich noch Ersatz. Zumindest für mich. Auch der Preis pro Wagen war sehr moderat, da konnte ich gar nicht nein sagen. Das der Postwagen in dieser Serie fehlt ist für mich auch nicht nachvollziehbar, aber ich muss nicht alles verstehen. Deshalb hatte ich vor Jahren einige unter Verwendung von Märklin Teilen selbst gebaut. Siehe unten ähnliche Themen vom 18.02. 2018. Gruß Frank
Hallo zusammen, das die Hersteller immer wieder "Lücken" in den Serien von Modellbahnwagen hinterlassen ist also schon ein ganz alter Hut der sich leider bis zur Gegenwart hinzieht. Kann einem auch keiner erklären warum das so ist oder warum das so sein muss aber dafür haben wir ja jetzt die "KI" die uns das schon noch mal erklären wird.
Mit grossem Interesse verfolge ich Deinen Bericht. Ich finde die wohlproportionierten Wagen der 198X-Serie ideal für kleinere private Anlagen, nicht zu kurz, nicht zu lang, einfach optimal. Auch ich habe schon über ein Dutzend dieser Fahrzeuge, natürlich nur Ruinen, zerlegt, Fehlteile ersetzt, neu lackiert und beschriftet. So sind Wagen der SBB, SSG, BLS, FS, SNCB und CIWL entstanden. Es macht einfach Spass, sich damit zu beschäftigen. Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin viel Freude und Erfolg mit schönen 194X-Neukreationen und bin gespannt, was Du uns in nächster Zeit präsentieren wirst.
Darauf lege ich das neue Blech und fixiere dies mit zwei starken Magneten damit nichts verrutscht ...
... anschließend markiere ich durch die alten Schlitze diese auf dem neuen Blech an. Dazu empfehle ich die alten Schlitze etwas mit dem Dremel zu verbreitern, gerade soviel das der Edding durchpasst.
Jetzt fräse ich die neuen Schlitze mit dem Dremel aus. Für solche Arbeiten sammele ich immer fleisig angefangene Trennscheiben und habe so eine größere Anzahl in verschiedenen Größen zur Auswahl. Nun mit einer ruhigen Hand auf der Linie entlang die Schlitze ausarbeiten. Nach einigem Üben passt das bei mir immer.
Hallo Leute Nicht das einer meint hier tut sich nichts, inzwischen sind fast alle sandgestrahlten Bleche grundiert und der erste Lack von innen aufgetragen. Eine Tendenz wohin die Reise der Endlackierung hingeht habe ich auch schon getroffen.
Die Auflösung darüber werde ich Euch in den nächsten Wochen präsentieren.
Hallo Leute Es hat mal wieder etwas länger gedauert. Diese Woche kamen endlich die Schiebebilder an. Jetzt wird auch das Geheimnis um die Endlackierung gelüftet.
... und hier sind sie. Natürich habe ich im Übereifer auch schon angefangen auszuschneiden.
Untätig war ich in den Wochen des Wartens nicht, so wurden die Dächer lackiert.
Die Einstiege,
die Drehgestelle,
die Seitenteile,
und dieTüren.
Die bereits ausgeschnittenen Schiebebilder gehörten zu der Rahmenbeschriftung für die neu gebauten Unterwagen.
Hier mal eine Nahaufnahme. Vorbild waren die Beschriftungen von Spur 0 Elettren Wagen die mir zwei sehr gute Kollegen aus dem Forum zur Verfügung gestellt hatten.
Die Unterwagen sind seit gestern fertig lackiert und wurden heute Morgen zusammen gebaut.
Hallo Leute Die ersten beiden Wagen sind fertig geworden. Vorher musste ich noch in die Stadt um für die Scheiben Klarsicht Material und eine Dose weis besorgen. Hatte ich alles mal gehabt ... nur wo? Kaufen geht leider bei mir schneller als suchen und finden. Was man nicht im Kopf hat, habe ich im Tank oder Geldbeutel.
Hallo Leute Eigentlich sollten die vier Personenwagen schon fertig sein. Kurz vor meinem Uraub hatte ich noch alle Seitenteile der letzten beiden Wagen komplett lackiert, liniert, beschriftet und mit Klarlack überzogen. Alles wunderbar. Nach dem Urlaub begann ich damit die Teile zusammen zu setzen, dann ein letzter Kontrollblick. Oh Schreck wie sahen denn die Rahmen aus, das Gold auf dem Beige war verherend. Das hatte ich im stillen Kämmerlein so nicht gesehen. Zwei gute Seiten, zwei schlechte Seiten. Natürlich genau die Teile das ich keinen Wagen fertig machen konnte, jeweils die Seiten mit der Dachaufhängung war nichts geworden. So ein Mist, also alles ins Nitrobad und wieder von vorn. Jetzt fehlen die Beschriftungen zum fertig machen, die sind bestellt aber das dauert wieder.
Jetzt muss ich den Packwagen halt vorziehen. Dazu dient wieder ein Elletren Vorbild. Zum Glück gibt es das Forum und nette Kollegen, so war ich mit einem Bild versorgt.
Bei dem Ätzer meines Vertrauens bestellte ich mir die Seitenteile die ich schon für den Bau meines Postwagen der 29,5 cm Serie verwendet hatte.
Diese Teile etwas abgeändert, d. h. ich schnitt die Aussparungen für die Doppeltüren etwas größer und erhielt so Platz für zwei Schiebetüren.
An den Enden jeweils ein kleines Stück Blech mit den Zapfen, die später in die Kopfteile passen müssen.
Hier ein fast fertiges Seitenteil mit den Schlitzen für die Dachbefestigung, Schlitze für das mittlere quere Abstandsblech und der oberen Kantenversteifung. Dazu mal ein Blech des normalen Gepäckwagen 18440. Den hätte Märklin ruhig auch mit zwei Schiebetüren machen können, Platz wäre genügend da gewesen. Es fehlen noch einige Verstärkungsbleche.
So, hier mal alles was ich bisher gemacht habe zusammen gesteckt. Passt alles recht gut.
Hallo Frank, wenn ich mir das von dir gezeigte Seitenteil des Gepäckwagen 18440 so ansehe könnte da nicht ein kombinierter Post/Packwagen Pate gestanden haben ?
Rechts die Doppeltür für das Postabteil und links die Schiebetür fürs Gepäckabteil ? Das würde die fehlende 2. Schiebetür erklären.
Gruß von Gerd, einem der nix von Blechbahnen versteht aber diese gern anschaut aus Dresden
Hallo Gerd Das grüne Seitenteil ist original Märklin aus der 1800 Serie für die 29,5 cm Wagen. Die hatte in der Tat keine zweite Schiebetür und weil in dieser Serie der Postwagen gefehlt hatte wurde der mal vor Jahren von mir gebaut. Diesen schlechten habe ich geschlachtet weil ich für meinen Italiener die Kopfteile, Türen und das Dach brauchte.
Hier der originale Gepäckwagen aus meinem Zug. Einen kombinierten Post/Packwagen hatte es nicht gegeben.
Zitat von gote im Beitrag #24Einen kombinierten Post/Packwagen hatte es nicht gegeben.
Hallo Frank,
beim Vorbild schon, den PwPost4ü-34. Der Gepäckraum hatte allerdings innenliegende zweiflüglige Schiebetüren. Der Gepäckraum des PwPost4ü-28 hatte zwar außenliegende einteilige Schiebetüren, dafür befanden sich aber auf dem Dach über dem Postabteil Oberlichter.