nun stelle ich auch endlich mal mein Dach aus eigener Hand für einen deutlich patinierten 1791 vor. Es fehlte nicht nur das Dach, der Aufbau war krum und schief verbogen. Die besondere Schlußbeleuchtung möchte ich nicht weiter beurteilen, funktionieren tut sie immerhin. Dieser Wagen kam mir zu Beginn einer Börse mit Ausstellung in die Finger, da hat man während des Tages immer mal eine Minute um daran etwas zu richten und zu optimieren. Der Aufbau hat seine alte Form nicht ganz zurück, läuft aber am Zugende problemlos mit und beleuchtet das Ende. Tja, und das Dach habe ich dann nach den Maßen eines weiteren 1791 zugeschnitten, über die Tischkante die Rundung geformt und anschließend mit einer Falzzange aus meiner Werkzeugkiste die traufseitigen Klemmfalze umgelegt. Es fehlt noch die Lackierung, das kommt aber wenn genug Werkstücke vorliegen.
vielen Dank für Deinen Beitrag! Da habe ich wieder etwas gelernt: Eine Falzzange hatte ich noch nie in der Hand. Ist das für die Arbeit mit dem Blech grundsätzlich ein praktikables Werkzeug oder empfiehlt sich die Investition in eine Sickenmaschine?
eine Sickenmaschine ist ein tolles Ding, lohnt aber wohl erst wenn Du mit Produkten in Serie gehen möchtest. Wichtiger sind einfache Schlosserhammer in unterschiedlichen Größen, ein stabiler fester Schraubstock und so bekommt man die eine oder andere Kante gerade oder rund am Blechrand geschweift oder gebördelt.
Meine Werkzeuge sind eine 60mm Falzzange mit 45°-Kröpfung, eine Mini-Falzzange für Kleinformungen dazu. Ich lege den gesamten Falz auch meist in mehreren Gängen auf die Länge um, so sind die unangenehmen Dehnpunkte am Zangenende deutlich minimaler. Und meine Scheren sind sogenannte Idealscheren in links und rechts, möglichst die kleineren Modelle. Die Lochscheren sind für längere gerade Schnitte ungeeignet, sie biegen das Blech eher unangenehm um. Die gebogenen Scheren sind interessant, ich benötige sie aber sehr selten.
Der Rest ist Übung, Gefühl fürs Material und Abgucken. Gruß ... Thomas